18. Dezember 2018

Sozialbericht 2017 des Kantons Zürich

Jahr für Jahr berichtet der Kanton über die Entwicklung der Sozialhilfe und der anderen bedarfsabhängigen Sozialleistungen. Kürzlich wurden die Ergebnisse für 2017 publiziert. Ein Schwerpunkt widmet sich den Personen im späten Erwerbsalter, die zwar nicht häufiger, aber länger Sozialhilfe beziehen als andere Bevölkerungsgruppen.

Gut 55'000 Personen waren 2017 im Kanton Zürich auf Zusatzleistungen zur AHV oder IV angewiesen – eine Zahl von vielen aus dem neusten Sozialbericht. Fallzahlen und Quoten dokumentieren, wie vielschichtig die Sozialleistungen im Kanton sind. Alle Daten bilden eine zuverlässige Grundlage für die Beantwortung von sozialpolitischen und fachlichen Fragen. Die Zürcher Sozialhilfequote ist erstmals seit 2010 leicht angestiegen und beträgt neu 3,3% (Vorjahre 3,2%). Trotz der relativ guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage konnten im vergangenen Jahr weniger Fälle abgeschlossen werden. Gesunken ist die Bezügerquote hingegen bei den bedarfsabhängigen Sozialleistungen: von 7,9% im Vorjahr auf 7,3%. Zu diesen Zahlen gibt der Bericht detailliert Auskunft und differenziert die Quoten zum Beispiel nach Alter, Geschlecht, Zivilstand, Nationalität oder Haushaltsform.
Das diesjährige Schwerpunktkapitel ist den 50- bis 64-Jährigen gewidmet, also Personen im späten Erwerbsalter. Sie beziehen zunehmend länger Sozialhilfe und ihre Quote ist in diesem Jahrzehnt überproportional gestiegen: von 2,8% im Jahr 2011 auf aktuell 3,3%. Die Zunahme unterstreicht das erhöhte Sozialhilferisiko dieser Altersgruppe und der Bericht analysiert die Risikokonstellationen, welche diese Entwicklung begünstigen. Letztere ist von sozialpolitischer Bedeutung und stellt die Sozialdienste vor neue Herausforderungen.

Sozialbericht 2017 Kanton ZH