5. Februar 2018

Weiterbildungsoffensive: Arbeitsplatz statt Sozialhilfe

Für 75‘000 Personen in der Sozialhilfe bestehen bei gezielter Weiterbildung gute Chancen einer beruflichen Integration. Geht es zunächst darum, Defizite bei den Grundkompetenzen wie Lesen und Schreiben oder im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien zu beheben, liegt der Fokus danach auf einer vertieften Qualifizierung.

2016 waren in der Schweiz 273‘000 Personen auf die Unterstützung der Sozialhilfe angewiesen. Rund 194'000 sind volljährig, die Hälfte davon ohne Berufsabschluss. Oft sind die notwendigen Grundkompetenzen zur beruflichen Integration mangelhaft vorhanden. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) und der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB) lancierten deshalb eine Weiterbildungsoffensive mit dem Ziel, den Betroffenen den Weg in den Arbeitsmarkt zu öffnen. Und da sind nicht bloss Hilfsjobs gefragt, vielmehr eine möglichst gründliche Qualifizierung der Arbeitnehmenden.
Individuell zugeschnittene Weiterbildung soll 75‘000 Sozialhilfebeziehenden die Chancen auf einen Arbeitsplatz stark erhöhen. Hierzu müssen sie ihre Bildungsdefizite gezielt aufarbeiten können. Ziel der Weiterbildungsoffensive ist es, Bezügerinnen und Bezügern von Sozialhilfe ohne genügende Grundkompetenzen und ohne abgeschlossene Berufslehre die Möglichkeit zu geben, sich nach ihren individuellen Voraussetzungen weiterzubilden. Basierend auf einer Abklärung der persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, soll jeweils ein verbindlicher Bildungsplan erarbeitet und umgesetzt werden. Laut SKOS und SVEB führt der Weg zur beruflichen Integration dank Erwachsene können den Abschluss einer beruflichen Grundbildung auch nachholen, ohne hierfür eine Berufslehre durchlaufen zu müssen...
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Nachholbildung
über ein dreistufiges Modell – step by step: vom Erwerb von Grund- und Alltagskompetenzen über das Erreichen von Qualifikationen unterhalb des Niveaus einer Lehre bis hin zur dritten Stufe, dem erfolgreichen Abschluss einer Berufs- oder Attestlehre.

Dokumentation zur Kampagne