"Chancengleichheit"

Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Die Stärkung der Ressourcen ab der frühen Kindheit trägt zur Erhöhung der Bildungschancen von sozial benachteiligten Kindern und somit zur Armutsprävention bei.

Die soziale Herkunft sowie ein Migrationshintergrund spielen in der Schweiz eine wesentliche Rolle hinsichtlich des Erfolgs der Kinder in der Schule. Sie beeinflussen deren Möglichkeiten und Chancen in der beruflichen Ausbildung. Sollen die Bildungschancen erhöht werden, braucht es eine Kette von Massnahmen von der frühen Kindheit über die obligatorische Schulzeit bis hin zum Berufsabschluss . Die Eltern spielen im Entwicklungsprozess der Kinder eine wesentliche Rolle. Insbesondere sozial benachteiligte Eltern sollten in den ersten Lebensjahren vermehrt einbezogen und in ihrer Aufgabe begleitet, beraten und unterstützt werden.

Voraussetzungen für alle Kinder verbessern

Sozial benachteiligte Kinder leben häufig in einem anregungsärmeren Umfeld , das weniger Entwicklungsmöglichkeiten bietet als für Kinder bildungsnaher Familien. Mit gezielten Massnahmen der frühen Förderung sowie Unterstützung beim Übergang in die Schule können die Voraussetzungen für eine optimale Entwicklung verbessert werden.

Förderung nicht unterbrechen

Sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler erreichen die Ziele des Lehrplans besonders häufig nicht. Sind sie dank Massnahmen der frühen Förderung beim Schulstart auf einem ähnlichen Entwicklungsstand wie die anderen Kinder, geht diese Wirkung im Schulalter meist wieder verloren. Damit sozial benachteiligte Kinder die Schule erfolgreich durchlaufen können, braucht es besondere Anstrengungen, welche an jene der frühen Förderung anschliessen.

"Bildungspläne für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung", Grundlagenpapier (2010), NKS

Bolz Melanie, Wetter Miriam und Wustmann Corina (2010), im Auftrag des Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz, Zofingen

"Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern", Studie (2015), ZEFIR und Bertelsmann-Stiftung

Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung. Arbeitspapiere wissenschaftliche Begleitforschung „Kein Kind zurücklassen!“ Werkstattbericht

"Ein Bildungspaket gegen Armut", Positionspapier (2011), Caritas

Die Position der Caritas zur Rolle der Bildungspolitik in der Armutsprävention

"Familien - Erziehung - Bildung", Publikation (2008), EKFF

Denise Efionayi-Mäder et al. (2008), Eidgenössische Koordinationskommission für Familienfragen EKFF, Bern

"Kinder- und Familienarmut", Studie (2015), IAB und Bertelsmann Stiftung

Lebensumstände von Kindern in der Grundsicherung in Deutschland


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