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Nichtbezug von Sozialleistungen

Studien aus verschiedenen Schweizer Kantonen zeigen, dass 20 bis 40 Prozent der Menschen, die Anspruch auf bedarfsabhängige Sozialleistungen hätten, diese nicht beziehen. Die Gründe sind vielfältig. Persönliche Faktoren, Aspekte der Gestaltung und Umsetzung der Leistungen sowie der gesellschaftliche Kontext wirken zusammen.

Der Nichtbezug von Sozialleistungen kann negative Folgen für die betroffenen Personen und für die Gesellschaft haben. Persönliche Probleme können sich verschärfen und zu höheren Kosten im Gesundheits- und Sozialbereich führen. Massnahmen gegen den Nichtbezug erhöhen die Wirksamkeit sozialpolitischer Instrumente und reduzieren Folgekosten.

Das Schwerpunktthema verfolgt folgende Ziele:

  • bestehendes Wissen zum Nichtbezug von Sozialleistungen bündeln
  • Möglichkeiten und Relevanz von Gegenmassnahmen aufzeigen
  • konkrete Umsetzungsvorschläge anstossen

Die Plattform hat ein externes Forschungsbüro beauftragt, einen Leitfaden zu erarbeiten. Ziel ist es, das verfügbare Wissen zu Ursachen und Auswirkungen des Nichtbezugs sowie zu bestehenden Gegenmassnahmen systematisch und praxisnah aufzubereiten. Der Leitfaden soll Fachpersonen als Arbeitshilfe dienen.

Die Plattform präsentiert den Leitfaden an einer themenbezogenen Tagung Ende 2026. Anschliessend setzt sie mit weiteren Verbreitungs- und Vernetzungsaktivitäten Handlungsimpulse, um Massnahmen in diesem Bereich anzustossen.

Studien und Arbeitshilfen zum Thema Nichtbezug von Sozialleistungen