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MedienmitteilungVeröffentlicht am 28. Juni 2024

Neue Studie: Integrierte Prävention und Bekämpfung von Familienarmut in den Kantonen

Laut dem Bundesamt für Statistik waren im Jahr 2022 in der Schweiz 230'000 Familien arm, und etwa 560'000 Familien gefährdet, es zu werden. Diese Familien haben nicht nur finanzielle Probleme, sondern kämpfen oft auch mit Schwierigkeiten bezüglich Arbeit, Bildung, Gesundheit, Wohnen und Integration. Das beeinflusst auch die Entwicklung ihrer Kinder negativ. Um diesen Familien zu helfen, sind oft Unterstützungen aus verschiedenen Bereichen und je nachdem für verschiedene Familienmitglieder nötig. Sind diese Hilfen aber nicht gut koordiniert und aufeinander abgestimmt, wirken sie nicht so gut wie sie im Grunde könnten.

Im Auftrag der Nationalen Plattform gegen Armut hat das Forschungsbüro Ecoplan ein Analyseraster für Kantone entwickelt, das sich am Ansatz der «Politikintegration» orientiert. Entlang dieses Rasters diskutiert die Studie die Potenziale bestehender Beispiele aus den Kantonen Bern, Genf, Neuenburg, Thurgau und Tessin und zeigt auf, wo interessierte Kantone ansetzen können, um ihre Prävention und Bekämpfung von Familienarmut wirksamer und koordinierter zu gestalten. Wichtige Ansatzpunkte sind beispielsweise regelmässige Situationsanalysen über das Ausmass und die typischen Bedürfnisse von armutsgefährdeten und von Armut betroffenen Familien sowie über die Angebotslandschaft innerhalb eines Kantons; verbindliche strategische Ziele gegen Familienarmut, die in allen relevanten Politikbereichen verankert sind sowie ein systematischer Einbezug von armutserfahrenen Familien.